Kinderbetreuung, wenn Eltern arbeiten

Eine zuverlässige Kinderbetreuung ist besonders dann wichtig, wenn Eltern arbeiten müssen. Zwar stehen bei einem erkrankten Kind unter 12 Jahren jedem Elternteil 10 Tage (Alleinerziehende 20 Tage) im Jahr für die Kinderbetreuung zu, doch gibt es oft genug Kinder, die wesentlich öfter krank sind. Hier lassen nicht alle Arbeitgeber mit sich reden, gerade in kleineren Firmen oder Unternehmen ist es oft schwierig auf die Schnelle einen Ersatz für den ausgefallenen Mitarbeiter zu finden. Also heißt es sich um einen Babysitter oder auch eine Tagesmutter als Kinderbetreuung zu kümmern. Abhängig für welche Variante man sich entscheidet ist in erster Linie der Blick auf die Arbeitszeiten und in welchem Alter das Kind bzw. die Kinder sind. Benötigt man eine Kinderbetreuung früh am Morgen, nach dem Kindergarten oder Schule oder den ganzen Tag? Arbeitet man nur in Nachtschichten und ist allein erziehend bzw. der Partner muss morgens so früh weg, dass sich die Betreuungszeiten überschneiden? Entsteht nur für eine oder zwei Stunden am Tag ein Engpass, beispielsweise bei Schichtarbeitern, dann ist man mit einem Babysitter gut beraten. In allen anderen Fällen bedeutet in der Regel eine Tagesmutter die bessere Wahl, zumal es auch einige Tagesmütter gibt, die Kinder übernacht zu sich nehmen und es dadurch dem Kind erspart bleibt mitten in der Nacht aus dem Schlaf gezogen zu werden. Daneben gibt es auch die Variante sich ein Au Pair Mädchen für 6 oder 12 Monate nach Hause zu holen. Dies lohnt sich besonders dann, wenn beide Elternteile den ganzen Tag beruflich eingespannt sind und man sowohl seinem Kind eine Horizonterweiterung ermöglichen möchte als auch einem jungen Mädchen (junge Männer sind hier eher selten) die Möglichkeit gibt sich ein Jahr Auslandserfahrung aneignen zu können. Allerdings sind hierbei einige Bestimmungen zu beachten, wie etwa, dass das Au Pair ein eigenes Zimmer benötigt, Taschengeld und weiter Zuwendung zu erhalten hat. Weitere Möglichkeiten für eine gute Kinderbetreuung sind neben dem Babysitter oder der Tagesmutter und Au Pair auch Kindergrippen, wobei jedoch in zahlreichen Fällen eine sehr lange Warteliste auf einen freien Platz besteht. Wer sich für dieses Art Kinderbetreuung entscheidet muss sich so früh wie möglich anmelden, um auch einen entsprechenden Platz zu erhalten. Eines ist allerdings besonders wichtig bei der Planung der Kinderbetreuung: Man sollte sich nie auf nur eine Person verlassen! Babysitter etwa haben oft die Angewohnheit von jetzt auf gleich aufzuhören, und auch Tagesmütter können aus unterschiedlichen Gründen die Tätigkeit beenden. Selbst der Faktor dass „nur“ die Kinderbetreuung krank wird bringt so manche Mutter oder Vater ins Schwitzen. Hier sollte man sich ein Betreuungsnetz aufbauen, das aus unterschiedlichen Personen bestehen kann: Oma, Opa, andere Verwandte, eine liebe Nachbarin, 1 bis 2 Babysitter „auf Abruf“ oder auch eine Tagesmutter. Doch auch wenn man sich solch einen „Pool“ aufbaut darf man dabei nicht vergessen, dass das Wohl des Kindes im Vordergrund steht, will heißen, wenn ein Kind partout eine oder mehrere Personen nicht mag oder sogar Angst vor ihnen hat, dann sollte man sich für ein Lösung entscheiden. Viele Kinder werden auf Dauer krank oder zeigen seelische Störungen, wenn sie gezwungen werden jeden Tag zu einer bestimmten Kinderbetreuerin zu müssen. Prävention heißt hier die Devise, die in Form von einer langfristigen Auswahl des Babysitters oder der Tagesmutter und einer Gewöhnungszeit durchgeführt werden sollte.



  Zur Startseite