Kriterien für eine Tagesmutter

Eine Kinderbetreuung mittels einer Tagesmutter zu organisieren ist für viele Eltern oder Alleinerziehende die einzige Möglichkeit um im Beruf bleiben oder auch neu beginnen zu können. Eine Tagesmutter wird gerade dann aktuell, wenn das Kind oder die Kinder noch recht klein sind, weder in den Kindergarten noch zur Schule gehen oder die Arbeitszeiten nicht mit den Abholzeiten des Kindergartens in Einklang stehen bzw. das Kind nach der Schule eine weitere Betreuung benötigt. Da das Kind zumeist mehrere Stunden am Tag bei der Tagesmutter sein wird, heißt es hier bei der Auswahl für die spätere Kinderbetreuung einige Kriterien zu begutachten. Fragen nach dem Erziehungsstil sind hierbei ebenso wichtig, wie welche Essgewohnheiten in der Familie stattfinden, ob die Tagesmutter selber Kinder hat, bereit ist mit dem Kind auch in die Natur oder auf den Spielplatz zugehen, Hausaufgaben beaufsichtigt und ähnliches. Weiterhin sollte man sich die Wohnung oder das Haus ansehen in dem das eigenen Kind dann betreut werden soll und bei diesem Termin auch alles ansprechen was einem in Bezug auf das Kind und die Kinderbetreuung auf der Seele liegt. Kriterien für eine gute Tagesmutter sind beispielsweise die Erfahrung durch eigene oder bereits betreute fremde Kinder, eine ruhige und freundliche Art, die Bereitschaft sich mit dem Kind zu beschäftigen oder auch ein gewisses Maß an Flexibilität mitzubringen. Aufmerksam sollte man als Eltern werden, wenn bei einem ersten Kennen lernen die zukünftige Tagesmutter nur nach dem Geld fragt ohne auf das Kind einzugehen oder auch wenn sich mehr als vier Kinder bereits in der Betreuung der Tagesmutter befinden. Oftmals liegt hier der Beweggrund als Tagesmutter zu arbeiten nur im Geld begründet, was sich sicherlich nicht für das tägliche Wohl des eigenen Kindes positiv auswirkt. Auch widersprüchliche Aussagen in Bezug auf den Umgang mit Konsequenzen und ähnliches sollten einen hellhörig werden lassen, denn oftmals treten hier Handlungsweisen zutage, die man gewiss nicht für sein Kind möchte. Zumeist werden die Kinder zur Tagesmutter gebracht und abgeholt oder diese holt sie im Kindergarten bzw. von der Schule ab. Daneben gibt es jedoch auch die Möglichkeit, dass eine Tagesmutter für die Kinderbetreuung ins Haus kommt. Dann allerdings spricht man oft auch von einer Kinderfrau. Die Grenzen zwischen den beiden Bezeichnungen sind manchmal fließend, und zeigen sich in den meisten Fällen an den Gehaltsunterschieden. Der Vorteil einer Kinderbetreuung im eigenen Haus zeigt sich natürlich darin, dass das Kind sowohl sein gewohntes Bett als auch seine Umgebung hat. Diese Variante der Kinderbetreuung bietet sich besonders bei Kindern unter zwei Jahren an, da diese noch sehr auf einen regelmäßigen Ablauf im Alltag reagieren und unter Umständen bei einem ständigen Pendeln rasch zu Schlafstörungen oder Unleidigkeit neigen. Für welche Art von Tagesmutter man sich entscheidet sollte früh besprochen werden, denn gerade Tagesmütter die ins Haus kommen sollen sind schwerer zu finden als Tagesmütter zu denen man sein Kind bringen kann.



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